-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Vorbereitung - 25.02.2018
 Rohbau / Vorbereitung        


DER BAUBEGINN

Endlich ist das Baubewilligungsverfahren durchgestanden und die Handwerker kommen und richten die Baustelle ein. Die obligatorische Bautafel, mit der Unternehmerauflistung, wird angeschlagen und mit Bagger und Schaufel werden viele Kubikmeter Erde bewegt.
Eine bis ins letzte Detail geplante Baustelleneinrichtung gewährleistet einen reibungslosen Ablauf. Wichtig ist ebenso ein kurzer Zufahrtsweg zur Baustelle. Die zuständigen Energieversorgungsunternehmen installieren den Baustromverteiler und stellen die Wasserversorgung sicher. Von einem Vermessungsingenieur wird das Grundstück sowie die Position des Hauses eingemessen. Danach werden vier im rechten Winkel zueinanderstehende Winkelböcke für das Schnurgerüst aufgebaut. Diese umreissen in ihren Fluchten die genaue Position der zukünftigen Aussenkanten des Fundamentes. Gespannte Mauerschnüre markieren den späteren Baukörper. Der Bauherr sollte sicherstellen, dass das Schnurgerüst nicht mutwillig oder versehentlich verändert wird.


Baugrund

Dann rollen Bagger an, und der Mutterboden (Humus) wird abgeschoben. Er ist als Baugrund ungeeignet, ausserdem zu kostbar, und wird für die spätere Bepflanzungen genutzt. Hat sich der Bauherr für einen Keller entschieden, wird die Baugrube ausgehoben. Schmale Greifer heben dann die Gräben für Ring- oder Streifenfundamente aus und die spätere Bodenplatte des Hauses wird vorbereitet. Ob mit oder ohne Keller, die Tiefe der Fundamentgräben oder der Bausohle muss generell eine frostfreie Gründung des Fundamentes gewährleisten.
Für Bauaufwand und Kosten ist die Konsistenz des Bodens entscheidend. Liegt kein Baugrundgutachten vor, müssen zumindest Probebohrungen erfolgen, um böse Ueberraschungen auszuschliessen. Dies gilt besonders für aufgeschüttetes Gelände, anfallendes Schichten- oder Grundwasser. Besteht drückendes Wasser oder ist das Grundwasser sehr hochstehend, ist eine sogenannte Weisse oder Schwarze Wanne erforderlich. Sie lässt jedoch die Kosten der Gründung bis auf das Doppelte in die Höhe schnellen. Meist wird in diesen Fällen von einem Keller abgeraten. Anfallendes Sickerwasser wird in einen Pumpensumpf abgeleitet und abgepumpt. Mit zunehmender Feuchtigkeit sinkt die Tragfähigkeit der bindigen Böden, und sie werden frostanfällig.
Nicht bindige Böden, beispielsweise Kies, leiten Wasser schnell ab und sind auch deshalb nicht so frostgefährdet. Für die spätere Abrechnung aller Leistungen und zur eigenen Sicherheit sollte der Bauherr zusammen mit dem Auftragnehmer vor Arbeitsbeginn die oertlichen Verhältnisse begutachten. Dazu zählen besonders zu erhaltende Bäume. Die Baugrube sollte nicht vom unerfahrenen Bauherrn (Achtung Kinder) betreten werden. Leicht kann es zu Unfällen kommen. Besonders Kiesböden haben die Eigenschaft, nachzurutschen und die Baugrube zu begraben.

 

 
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