-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Türarten - 15.08.2018
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TUEREN - DAS SICHERE ENTREE DES HAUSES

Ähnlich wie die Fassade beeinflusst die Eingangstür eines Hauses wesentlich seine Architektur. Das Entrée kann ebenso einladen wie abweisen. Die Vielfalt beginnt mit den Oberflächenmaterialien und reicht dort von den unterschiedlichsten Beschichtungen bis zu Edelholzfurnieren und Lackfarbtönen. Ob traditionell, klassisch-elegant, rustikal oder topmodern - vor allem aber haben Türen handfeste Aufgaben zu erfüllen. In der heutigen Zeit stehen beispielsweise für die Kategorie  der Haustüren Sicherheit, Witterungsschutz und Wärmedämmung an erster Stelle. Bei der "ganzheitlichen Betrachtung eines Hauses" sind Türen und Fenster ein wesentlicher energetischer Faktor. Daher sind luftdichte und gut gedämmte Türen ein absolutes Muss.
Ob klassische Ganzglastür, rustikale Massivholztür oder modern designtes Türelement: Türhersteller bieten heute ein vielfältiges Sortiment für die individuellen Ansprüche ihrer Kunden. Als Werkstoff dienen vorwiegend Holz, Glas, Kunststoff und Metalle. Einbruchschutz, Stabilität sowie Schall- und Brandschutz einer Tür sind vor allem von der Verarbeitung, den Werkstoffen und der Konstruktion abhängig.

Glastüren
Das Glas hat in der Kombination mit Holz, Metall oder Kunsstoff seinen Siegeszug angetreten. Glastüren lassen Licht in den Raum fallen und minimieren optisch die Raumbegrenzungen. Die Einsatzmöglichkeiten sind schier unbegrenzt.
Die Möglichkeiten dieses Werkstoffs lassen unbegrenzte Nuancen in Form, Farbe und Gestaltung zu.

Kunststofftüren
Erst durch Kombinationen mit Sicherheitsglas und Metall gewannen sie Marktanteile, da sich in der Vergangenheit die meisten Kunststoffe im Vergleich zu anderen Türbaustoffen als relativ weich und statisch wenig belastbar erwiesen hatten. In jüngerer Zeit werden sie deshalb im Verbund mit Stahl zu sehr robusten Türrahmen und -blättern verarbeitet. Das Material Kunststoff wird glänzend oder matt sowie in vielfältigen Farbnuancen eingesetzt.

Holztüren
Eingangstüren aus Holz sind schlechthin die Klassiker. Die Ansprüche an Dichtheit und Masstoleranzen haben sich jedoch in der heutigen Zeit gewandelt. Für langlebige und vielgenutzte Konstruktionen sollte deshalb ein Funktionsrahmen aus Aluminium mit Massivholz-Aufdoppelung Standard sein. Dauerelastische Dichtungen, besonders an Fussschwelle, sind ein wichtiger Beitrag zu einem effektiven Witterungsschutz. Helle Türen haben den Vorteil, dass sie schmale Räume oder Flure optisch grösser wirken lassen.

Metalltüren
Neben Edelstahl werden zur optischen Gestaltung von Hauseinganstüren häufig Buntmetalle wie Kupfer, Messing oder Bronze eingesetzt. Kupferbleche lassen sich beispielsweise beschlagen, oder es werden in Bronze verschiedene Zierelemente und Oberflächen gegossen. Buntmetalle sind darüberhinaus sehr witterungsbeständig. Kupfer wird rötlich bis dunkelbraun, Messing alt- und Bronze bräunlichgelb.
Häufig sind Haustüren auch in Aluminiumprofilbauweise, wahlweise mit Isolierverglasung und eloxal- oder pulverbeschichteter Oberfläche erhältlich. Moderne Aluminiumprofile haben in Verbindung mit Kunststoffen inzwischen auch eine gute Wärmedämmung und können ihren Teil zur Gesamtenergieeinsparung des Hauses beitragen. Aluminium-Profilrahmen sind in Statik, Mechanik, Korossionsbeständigkeit und Pflegeleichtigkeit fast nicht zu übertreffen. Besonders Kombinationen mit Holz stehen in der Käufergunst obenan.
Mit verzinktem Blech verkleidete Türen werden für den Kellerbereich oder für Nebeneingangstüren eingesetzt.


Sicherheit

Der Sicherheitsfaktor einer Eingangstür hängt im Wesentlichen vom verwendeten Material für Türblatt und Rahmen (Zarge), der Rahmenbefestigung, den Bändern (Scharnieren) und den Beschlägen ab. Türbänder und Beschläge müssen stabil und ausreisssicher an Türblatt und Zarge befestigt sein. Der Schliesszylinder darf an der Aussenseite der Tür nicht überstehen, Blenden dürfen nicht von aussen abschraubbar sein. Dazu gehören im Rahmen integrierte, aushebelsichere Türbänder, Mehrscheiben-Isolierverbundgläser (oder Panzerglas), der Türspion (180 Grad Sichtweite) und der Sperrbügel oder auch die Kette zur Spaltsicherung. Ein solider Schliesszylinder sollte mindestens sechs Stifte haben.  Fallen-Sperren (gegen die "Scheckkarten-Methode"), Schwenkriegel, Edelstahlschliessplatten und Tresorbolzen sollten die Sicherheitsvorkehrungen einer guten Eingangstür vervollständigen. 

Zylinderschloss
Schlösser mit Schliesszylindern sollten heute eigentlich zum Standard gehören. Die Palette der hochwertigen Sicherheitszylinder reicht bis hin zu elektromagnetisch sperrbaren Zylindern. Über eine externe Steuerung können dabei zusätzliche Zutrittsberechtigungen abgefragt, zugelassen oder gesperrt werden.

Sicherheitsbeschlag
Der Aussenschild schützt den Schliesszylinder. Er sollte daher den Zylinder bündig umfassen oder besser noch diesen mit einer gehärteten Metallscheibe völlig verdecken. Der Aussenschild muss durch eine Stahlplatte verstärkt und so verankert sein, dass er sich keinesfalls von aussen abschrauben oder abbrechen lässt. Wo keine Sicherheitsbeschläge angebracht werden können (z.B. an Metalltüren oder an Zusatz- bzw. Panzerriegelschlössern), müssen widerstandsfähige Sicherheitsrosetten oder Stahlabdeckungen verwendet werden.

Türbefestigungen
Üblicherweise sind Türen an drei Punkten mit dem Türrahmen, der sogenannten Zarge, verbunden, und zwar mit den beiden Türbändern und dem Schliessriegel. Weil Türbänder und Verriegelungen oft viel zu schwach sind, können Türen sehr leicht eingetreten oder mit dem Brecheisen aufgestemmt werden. Ein übliches Schliessblech reisst schon bei mässiger Gewaltanwendung aus, und die Tür ist offen.

Sicherheitsschliessblech
Das Schliessblech ist das Gegenstück zum Schloss. Es sollte aus massivem Winkelblech bestehen und möglichst fest im Türrahmen sowie im darunterliegenden Mauerwerk befestigt werden.

 

 
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