-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Putze - 15.08.2018
 Ausbau / Wandbeläge  / Putze       


GLATTE WAENDE MIT PUTZ

Grundsätzlich unterscheidet man die Gruppe der traditionellen Unterputze. Das sind in der Regel Zement/Kalk- oder Gipsputze für Innenwände. Diese Gruppe wird später bemalt, tapeziert oder mit Edelputzen versehen. Die vielfältigen Oberputze ersetzen mehr und mehr ansonsten übliche Farben oder Tapeten. Putze sollen wasserdampfdurchlässig und kapillar saugend sein. Grundsätzlich wird zwischen organisch und mineralisch gebundenen Putzen unterschieden. Traditionelle Arten (mineralisch gebundene) werden in der so genannten Nassbauweise eingesetzt. Alternativen, besonders im Holz- und Trockenbau, sind organisch gebundene Dekor- und Buntsteinputze (als Fertigputze). Zum Schutz der Gesundheit sollten nur Putze ohne Weichmacher und Lösungsmittel zur Anwendung gelangen.
Allgemein unterscheidet man zwischen Unter- und Oberputz. Der Unterputz wird zuerst aufgetragen, um das Mauerwerk abzudecken und die Fläche insgesamt leicht aufzurauhen. Damit wirkt er unter anderem als Haftgrund für den Oberputz (Dekor-, Buntstein- und Edelputz).
Die Gestaltungsvielfalt der Innenputze liegt in ihren einzigartigen Strukturierbarkeiten. Vom Glatt-, Rillen- und Kratzputz über Modellier- und Rollputz bis hin zu Kellenwurfputz und Spritzputz reicht die Palette. Die Namen der Putze weisen schon auf die Technik des Auftragens hin. Edelputze, sonst reine Aussenputze, gibt es auch für den Innenbereich. Wer eine besonders individuelle Gestaltung der Räume im Sinn hat, wird sich für zusätzliche Stuckornamente entscheiden. Die Anwendung ist einfach, da die Hersteller Zierprofile als Meterware anbieten und auch Rosetten vorgefertigt erhältlich sind. Ornamente bringt man mit handelsüblichen Klebegips an Decken und Wänden an.


Traditionelle Innenputze

Der traditionelle Innenputz
Ist der mineralische Mörtelputz, ein Gemisch aus scharfem Sand und Kalk/Anhydritbindern. Für Innenwände wird kein oder nur sehr wenig Zement zugesetzt, da die guten Diffusionseigenschaften der Putze sonst vermindert würden. Speziell für die maschinellen Innenputze haben sich umfassend die Gipsputze durchgesetzt. Historische Innenputze werden in der sogenannten Nassbauweise eingesetzt und zwar auf Innenwände aus Hohlloch- oder Langlochziegeln, Leichtbauwände aus Porenbeton, Bims oder Blähton sowie Gips und Porengipsbauplatten. In Feuchträumen sollten rein mineralische Putze oder Farben eingesetzt werden - der Schimmel hat hierbei fast keine Chance, wenn oft gelüftet wird. Der so genannte Trockenputz (Gipsbauplatten) wird unter dem Thema "Trockenbau"  behandelt.

Dekorputze
Sie gibt es in Fein- und Rauhputzarten verschiedener Körnung, sie unterscheiden sich durch ihre Struktur, durch verschiedene Farben und Bestandteile. Organische Dekorputze werden meistens als Fertigmischung angeboten. Sie enthalten Kunstharze als Bindemittel sowie Sand in unterschiedlicher Körnung als Zuschlagstoff. Es sind verschiedene Mischungen mit unterschiedlicher Kornstärke von zwei bis fünf Millimetern und in zahlreichen Farbtönen erhältlich.

Rollputz
Ebenfalls ein organischer Putz, enthält keine Zuschlagkörner und besteht aus Kunstharzlatex. Er ist etwa zehnmal so dickflüssig wie Farbe und wird mit einer Fellrolle auf das geglättete Mauerwerk oder die Gipsplatten aufgetragen. Die Struktur ergibt sich dabei von selbst. Besonders schlag- und stossfest, eignet er sich ebenso für stark strapazierte Flächen.

Buntsteinputze
Diese besitzen durch Aufbau und Bindemittel eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Beanspruchungen, haben eine gute Elastizität und sind leicht zu reinigen. Sie eignen sich insbesondere für stark beanspruchte Oberflächen, beispielsweise in Fluren und Treppenhäusern, und erreichen ihre endgültige Härte nach zirka einer Woche.

Naturwandbeschichtungen
Aus textilen Geweben, geriebenen Hölzern (Wood), Glimmer- und Effektmineralien bestehend sind sie zellulosegebunden, ausserordentlich vielseitig einsetzbar und gesundheitlich unbedenklich.

 

 
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