-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Saunaarten - 14.08.2018
 Haustechnik / Sauna / Saunaarten       


SCHWITZEN, MIT VERGNUEGEN

Die Menschen kennen und schätzen seit Jahrhunderten den Wert der Sauna.Geselligkeit und Badespass, Besinnung und Entspannung für Körper und Seele, aber auch Erkältungsvorbeugung, Schmerzlinderung und Heilung - alles dies kann die Sauna.
Erfunden wurde sie in den weiten nordischen Wäldern Finnlands, Schwedens und Russlands. Aus der trockenen heissen Sauna Finnlands und der russischen Dampfsauna (die Banja) entwickelten sich die heutigen Sauna-Formen.
Jeder gute Hersteller von Saunen hat "sein" Holz. Der würzige Duft der für Wände, Decken und Fussboden eingesetzten, langsam gewachsenen Polarfichte mit wenig Harz (auch nordische Fichte genannt) oder der fast harzfreien Hemlock-Tanne aus Kanada gibt Saunen ihren typischen Charakter.
Die Inneneinrichtungen wie Bänke, Liegen, Ofenverkleidungen und Fussböden sind aus sehr weichem Holz mit schlechter Wärmeleitfähigkeit gefertigt. Eingesetzt werden beispielsweise Albachi-, Espen- oder Pappelholz.
Zur Sauna gehört heute in der Regel ein elektrischer Ofen (3 bis 24 kW). Die Faustformel lautet: je Kubikmeter Raum eine Kilowattstunde (kW) Leistung des Ofens. Über drei kW wird Drehstrom mit 220/380 Volt benötigt. Der Bauherr sollte darauf achten, dass Saunen "RAL"-, "GS"- und "VDE"-geprüft sind. Eine Sauna muss zwei voneinander unabhängige Regelkreise für Messgeräte und Temperaturregler/-fühler besitzen, die eine Notabschaltung bei 139 Grad gewährleisten, ansonsten aber für eine konstante Temperatur sorgen.
Zum Saunabaden sollte die Kabine mindestens 1,90 Meter lang und zwei Meter hoch sein. Günstig ist ein Aufbau in einem grösseren Badezimmer, denn dort liegen die Installationen schon an. Aber ebenso gut eignen sich Keller, Nebengebäude, Dachgeschoss oder Fitnessraum.
Dampfbäder erhält man als komplette Einheit (ab 250 mal 150 Zentimeter) auch aus Kunststoff (Acryl). Der Boden muss allerdings bauseits gefliest und mit einem Ablauf versehen sein. Zunehmend werden Duschkabinen als Kombi-Version mit Dampfbad und Wellness-Brausen angeboten. Auch Infrarot-Saunen finden zunehmend Liebhaber. Im Gegensatz zur Sauna (90 bis 110 Grad) wird die Infrarot-Kabine auf 45 bis 55 Grad aufgeheizt. Für Menschen, die keine hohen Temperaturen vertragen können, stellt sie die ideale Form der Sauna dar.


Die Massivholz-Blockbausauna

Der finnische Klassiker ist die Blockbausauna aus Blockbohlen oder -balken. Qualitäts- und Preisunterschiede zeigen sich in Stärke der Blockbohlen oder -balken. Die Mindeststärke sollte nicht unter 56 mm liegen. Echte finnische Saunen haben Blockbalken mit mindestens 130 bis 200 mm Dicke. Eine gute Verkämmung der Bohlen, tiefe Nut-und-Feder-Verbindungen sowie eine verzapfte und verleimte Rahmenkonstruktion sorgen für energiesparendes Saunavergnügen. Da durch die Blockbohlen ein natürlicher Luft- und Feuchtigkeitsaustausch stattfindet und das Holz ausreichend dämmt, sind Dämmschichten und Dampfsperren nicht notwendig. Die ursprünglichste Art ist die Kelo-Sauna. Kelo-Hölzer sind von Sonne und Schnee "gegerbte" Stämme der Polarkiefer, die durch langsames Austrocknen schon eine silbergraue Patina angesetzt haben.

Holz-Elementbau-Sauna

Diese Bauart hat im Gegensatz zur einschaligen Blockbauweise einen mehrschaligen Aufbau. Zwischen zwei Holzinnenschalungen oder Spanplatten wird eine Dämmschicht angeordnet. Eine Dampfbremse (bis 150 °C belastbar) verhindert ein Durchnässen dieser Dämmschicht. Dann kommen beiderseits in Nut und Feder gearbeitete Holzbretter (innen mindestens 12 mm dick) hinzu. Ein konstruktives, langlebiges System aus Sockel und Deckenrahmen, schweren Türbändern und dicht schliessenden Türverschlüssen verhindert ein Verwinden der Sauna. Wichtig ist hierbei wieder eine gute Verarbeitung mit tiefer Nut und längeren Federführungen, die ein Ausspringen der Feder auch nach vielen Jahren verhindern. Ein natürlicher Feuchtigkeitsaustausch ist durch Isolierschicht und Dampfbremse nicht möglich, eine exakt gesteuerte Lüftung daher unbedingt erforderlich.

 

 
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