-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Garage - 25.02.2018
 Aussenanlagen / Garage & Carport       


DAS ZUHAUSE IHRES AUTOS

Der Auto-Unterstand sollte unabhängig nach Material, Form oder Typ zur Architektur des Hauses passen. Je nach (Geld-) Möglichkeit oder Vorliebe wird eine Garage oder ein Carport gewählt. Fragen der Grenzbebauung und der Baubestimmungen sind in der Planungsphase zu klären. Für die Unterstände sind generell Baugenehmigungen einzuholen. Wichtig ist ebenso die vorherige Abstimmung mit den Nachbarn, insbesondere bei einer Grenzbebauung. Die Entscheidung zwischen den Bauweisen ist heute weniger eine Frage der Qualität, sondern eine der Gestaltung, des Zeitaufwandes und des Preises. Massivgaragen überwiegen noch immer. Sie können im Zuge des Hausbaus gleich mit errichtet werden. Mit einer Garage aus Fertigteilen wird man schneller bedient: Innerhalb zweier Tage ist sie aufgebaut. Noch schneller geht es mit Fertiggaragen. Ist das Schotterbett vorbereitet, sind sie innerhalb von zwei Stunden aufgestellt. Ein Kranwagen muss jedoch an den Aufbauplatz heranfahren können. Modulgaragen eignen sich für den nachträglichen Anbau, insbesondere bei Garagenkomplexen, da sie problemlos aneinander gereiht werden können. Die Garage kann durch Putz oder Farbe optisch dem Wohnhaus angepasst werden. Problem der Fertiggaragen ist die schlechte Diagonallüftung. Eine gute Belüftung ist jedoch die Voraussetzung für ein schnelles Abtrocknen des Autos - eine feuchte Garage bringt dem Auto mehr Rostschäden als die "Laternengarage". Auf grosse Lüftungsöffnungen am Tor und in den hinteren Wänden ist also generell zu achten.


Garagen-Typen

massive, monolithisch gebaute Garagen
(Ziegel, Porenbeton, Leichtbeton, Kalksandstein)
Vorteil: hohe Qualität, dauerhaft, wertsteigernd, gute architektonische Anpassung an das Haus möglich
Nachteil: relativ lange Bauzeit (CA. 180 h für den Selbstbauer), dadurch teuer

Fertigteilbauweise
(Stahlbeton, weniger Leichtbeton und Ziegel)
Vorteil: relativ schnelle Bauzeit (ca. 70 h für den Selbstbauer), viele Variationsmöglichkeiten, auch Anbauten
Nachteil: schlechte Ästhetik, bauseitige Fundamente, mögliche Rissbildungen

Fertigbauweise
(Stahlbeton, Leichtbeton, Stahlblech, Faserzement, Kunststoff)
Vorteil: kürzeste Aufbauzeit (4 - 6 h, Aufstellzeit 2 h), keine Fundamente notwendig, Bodenplatte aus verdichtetem Schotter/Splittbett (bei Betongaragen)
Nachteil: architektonische Anpassung nur bedingt möglich, mögliche Setzrisse und Lüftungsprobleme, Korrosionsgefahr bei Stahlgaragen.

Modulbauweise
(aneinandergereihte Garagen, meist aus Beton, Leichtbeton oder Stahlblech)
Vorteil: grosse Garagenkomplexe können relativ schnell aufgebaut werden, günstiger Preis
Nachteil: Uniformität der Garagen, Korrosionsgefahr bei Stahlblech, mögliche Setzrisse, Lüftungsproblem

Tore

Die Garage soll sicher abzuschliessen sein.  Technisch unterscheidet man Schwing-, Rundlauf- und Sektional- beziehungsweise Gliedertore. Das Schwingtor ist eine technisch einfache und daher kostengünstige Lösung. Der Nachteil von Schwingtoren besteht darin, dass sie beim Aufschwingen vor der Garage Platz brauchen. Bei kurzen, steilen Auffahrten oder Garagen, die direkt an der Strasse stehen, eignen sich daher eher Sektional- oder Gliedertore. Diese schieben sich nach oben oder zur Seite nach hinten oder ineinander, so dass kein zusätzlicher Platz zum Öffnen benötigt wird. Sie gelten als besonders einbruchsicher.  Zu guter Letzt kann sich der Bauherr auch für preiswerte zweiflügelige Tore entscheiden, die wie Fensterläden nach rechts und links aufgeklappt werden.
Die Materialen für Tore reichen von Holz (auch Kupferbeschlag), Aluminium und Stahl über Edelstahl bis hin zum Kunststoff. Auch wärmegedämmte Tore sind für beheizte Garagen erhältlich. Elektrische, ferngesteuerte Torantriebe zum Öffnen und Schliessen vom Auto aus bringen Komfort und Sicherheit bei jedem Wetter.

Carport

Eine gute Alternative zur Garage ist der Carport . Wer seine Pkw nicht jedem Regen- oder Schneeschauer aussetzen will und trotzdem eine offene, leichte Bauweise bevorzugt, entscheidet sich für ihn. Als Einzel- oder Doppelcarport kann er aus Holz (überwiegend zwischen die Stützen gesetzt), korrosionsgeschütztem Stahl, Leichtmetall oder Leichtbeton gefertigt sein. Im Prinzip ist der Carport ein Ständerbauwerk. Auf Punktfundamenten (statischer Nachweis erforderlich!) werden Ständer/Stützen aus den genannten Materialien verschraubt, mit Querriegeln untereinander verbunden und darauf die Dachsparren befestigt. Das Dach sollte passend zum Haus mit Dachziegeln oder -steinen, Schiefer oder auch als Gründach eingedeckt werden. Seitliche Schieferbeplankungen sind reizvolle architektonische Alternativen. Pult- oder Satteldach sind die geläufigsten Dachformen. Autos unter Carports sind stets gut belüftet, können schnell abrocknen und rosten nachweislich weniger als in schlecht durchlüfteten Garagen. Ein Rankgitter zur Wetter- und Nachbarseite hin schützt vor allzu starkem Schlagregen und neugierigen Blicken.

 

 
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