-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Neue Energien - 24.05.2018
 Haustechnik / Heizung / Neue Energien       


SONNE, ERDE, WASSER, LUFT

Für ein gut gedämmtes Gebäude genügt ein Heizsystem mit geringer Wärmeleistung. Der fehlende Energiebedarf lässt sich sinnvoll mit erneuerbaren Energien decken: Sonne, Holz, Erde, Wasser, Luft.

Bei einem gut wärmegedämmten Haus lässt sich der verbleibende Energiebedarf sinnvoll durch erneuerbare Energien decken. Mittlerweile gibt es viele Systeme, die absolut wirtschaftlich sind. Eine solche Investition ist nicht nur für die Zukunft, sondern auch für die Umwelt rentabel. Zu den gängigen Systemen zählen heute Sonnenkollektoren, Solarzellen, Anlagen für die Holzverbrennung sowie Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke und kontrollierte Lüftungen für Wohnbauten. Hier ein kleiner Überblick:


Sonne

Mit dem Einsatz von moderner Technologie lässt sich Sonnenenergie speichern und nutzen. Es wird zwischen aktiver und passiver Nutzung unterschieden. Erstere bezeichnet den Einsatz von Solarmodulen oder Kollektoren, die zweite steht für die Ausrichtung von Gebäuden, Fenstern und Materialien nach der Sonne. Neben Kompakt- und Kombi-Systemen für die Warmwasseraufbereitung und Beiträgen an die Gebäudeheizung spielen zunehmend Systeme für die Wasservorwärmung eine Rolle.


Holz

Grundsätzlich bestehen zwei verschiedene Holzheizsysteme: die Wohnraumfeuerung und Holz-Zentralheizungs-Systeme. Hier wird in einem zentralen Heizkessel mit Stückholz, Pellets oder Holzschnitzeln Wärme erzeugt. Dieser Kessel kann entweder in der Küche kombiniert mit einem Kochherd, zentral im Gebäude oder im Keller stehen. Die Wärmeverteilung kann über Radiatoren, Boden- oder Fussleisten-Heizungen erfolgen. Holzkessel müssen zudem mit einem Energiespeicher ausgestattet werden. Weniger Platz für die Brennstofflagerung benötigt eine automatische Pelletsfeuerung. Pellets sind kleine, aus Holzabfällen gepresste Stäbchen. Ebenso automatisiert und mit geringem Aufwand arbeitet eine Kleinschnitzelfeuerung.


Erde, Wasser, Luft


Obwohl sie mit Strom betrieben wird, ist die Wärmepumpe ein Heizsystemen für erneuerbare Energien. Denn zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Energie entnimmt sie der Umwelt aus Umgebungsluft, Grundwasser oder Erdwärme (Erdsonde). Neben der guten Öko-Bilanz ist sie äusserst platzsparend, braucht praktisch keine Wartung, und die Tankrevision entfällt ebenso wie der Besuch eines Kaminfegers.


Lüftung


Gebäude, die den Standards der Niedrigenergie- oder den in der Schwiez gebräuchlicheren Minergie-Anforderungen genügen sollen, benötigen, wegen der guten Wärmedämmung und der dichten Gebäudehülle, eine kontrollierte Lüfung, damit sie energierentabel sind. Verbrauchte Raumluft wird dabei automatisch gegen Frischluft, die durch Wärmetauscher erwärmt werden kann, ausgewechselt. Damit ein Lüftungssystem einwandfrei funktioniert, sind erfahrene Fachleute unerlässlich.

 

 
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