-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Parkett - 14.08.2018
 Ausbau / Bodenbeläge / Parkett       


DIE FASZINATION DES BESONDEREN

Eigenschaften / Vorteile

Holzböden haben viele Gesichter. Natürlich, edel und bestens verarbeitet sind sie nicht nur pflegeleicht, sondern auch strapazierfähig und langlebig.

Strapazierfähig
Feste Holzsorten, wie beispielsweise Ahorn, Eiche und Kastanie, sind extrem belastbar. Aus diesem Grund werden sie gerne in gewerblichen Bereichen eingesetzt, in denen besonders hohe Anforderungen an das Material gestellt werden. Gerade diese Böden besitzen eine hohe Druck- und Stossfestigkeit sowie eine enorme Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb und Kratzer.

Pflegeleicht
Ein Parkettboden ist mit Staubsauger oder durch nebelfeuchtes Wischen kinderleicht zu reinigen. Das macht die Pflege von Parkettböden nicht nur einfach, sondern ist darüber hinaus auch sehr hygienisch, weshalb sie gerade bei Allergikern besonders beliebt sind. Ein weiterer, grosser Vorteil liegt in ihrer Unempfindlichkeit gegen Flecken.

Langlebig
Die meisten Holzfussböden haben eine erheblich höhere Lebensdauer als Teppich-, Fliesen- oder PVC-Böden. Um die Spuren der Zeit nach jahrelanger Nutzung zu beseitigen, ist ein Abschleifen und Neuversiegeln der Oberfläche möglich. Da diese Methode mehrmals angewandt werden kann, haben selbst Ihre Enkel noch Freude an diesem aussergewöhnlichen Bodenbelag.


Gesundes Raumklima

Hoher Gehkomfort
Holzböden werden meist auf einer Dämmunterlage verlegt, was den Vorteil hat, dass sie einen angenehmen, leicht federnden Tritt bieten und ein langes Stehen sich weniger ermüdend auswirkt. Ausserdem können schwere Gegenstände den Bodenbelag nicht so stark beschädigen und umgekehrt: Die Bruchgefahr des Gegenstandes ist geringer.

Fusswarm
Holz besitzt eine natürliche Oberflächenwärme, die an die Umgebung abgegeben wird. Da Holzböden zudem sehr gut mit Fussbodenheizung kombiniert werden können, lässt sich dieser natürliche Effekt noch verstärken. So haben Sie selbst im Winter keine kalten Füsse mehr!

Vielfältig
Die Natur bietet für jedes Wohnambiente die passende Holzart. Das Angebot reicht von ruhig, dezent gemaserten Flächen bis hin zu lebendigen Mustern aus Maserungen und Astlöchern. Holz besticht durch seine Individualität - kein Brett gleicht dem anderen! Wie alle natürlichen Materialien gewinnt es mit zunehmendem Alter an Schönheit und Einzigartigkeit.

Umweltfreundlich
Die moderne Umweltdiskussion verlangt ein aktives und konstruktives Handeln. Aus diesem Grund engagieren sich immer mehr Parketthersteller in Sachen Umweltschutz. Dabei richten sie ihr besonderes Augenmerk auf die Erforschung einer umweltfreundlichen Produktion. Zahlreiche Hersteller verzichten inzwischen auf das Verarbeiten von tropischen Hölzern. Achten auch Sie auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Mutter Natur! Erkundigen Sie sich im Fachhandel nach der Herkunft Ihres Parkettbodens!


Die Hölzer

Die verschiedenen Holzsorten lassen sich grob in Hart- und Weichhölzer unterteilen. Im Allgemeinen ist Hartholz strapazierfähiger als weiches Holz. Parkett besteht in der Regel aus massivem Hartholz oder ist mit Hartholz furniert. Hobeldielen bestehen dagegen meistens aus Weichholz (Kiefer, Tanne und Fichte).

Harthölzer: Buche, Eiche, Esche, Ahorn, Birke

Weichhölzer: Kiefer, Fichte

Dekorative Hölzer:
Nussbaum (Walnuss), Kirschbaum, Merbau, Tropenhölzer

Gestaltungsmöglichkeiten - Akzente setzen
Durch die Kombination kontrastreicher Holzsorten könne Sie reizvolle Akzente in Ihrem Wohnambiente setzen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und Sie werden von der Vielfahlt an Gestaltungsmöglichkeiten fasziniert sein. Es ist durchaus möglich, einen Hauch von Luxus und Extravaganz in Ihre Räume zu zaubern. Egal, ob Sie aufwendig gearbeitete Intarsien oder streng grafische Dessins bevorzugen, Ihr Fachmann berät sie gerne - auch im Hinblick auf einen kompromisslos eigenwilligen Lebensstil auf höchstem Niveau.

Ein gesundes Raumklima
Für das menschliche Wohlbefinden und für die Behaglichkeit sollte in Wohnräumen ein gesundes Raumklima herrschen. Deshalb sollte die relative Luftfeuchtigkeit möglichst auf dem Niveau von 50 % gehalten werden. Gerade im Winter wird dieser Wert häufig deutlich unterschritten. Um eine Austrocknung der Hölzer zu vermeiden, empfiehlt sich der Einsatz von Luftbefeuchtern.


Reinigung & Pflege

Holzfussböden gehören zu den wertvollsten Bodenbelägen überhaupt. Um diesen Wert sowie die Schönheit eines solchen Bodens zu erhalten, muss auf die richtige Reinigung und Pflege geachtet werden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um irgendwelche komplizierten Verfahren, sondern eher um ein paar kinderleichte Handgriffe. Beachten Sie die Grundregeln der Reinigung, so kann Ihr Parkettboden Generationen überdauern.

Pflegeleicht - Schmutz schon im Vorfeld vermeiden
Schmutz und Splitt sind die Feinde des Parkettbodens. Da diese zumeist auf leisen Sohlen in die Wohnung getragen werden, empfiehlt es sich, schon direkt hinter der Eingangstür einen Fussabstreifer anzubringen. So kann der Schmutz erst gar nicht bis in den Wohnbereich hineingetragen werden.

Die einfache Pflege
Regelmässige Pflege und Reinigung sind für das äussere Erscheinungsbild eines Parkettbodens sehr wichtig. Staubsaugen, Kehren mit einem feinen Haarbesen sowie das Wischen mit einem Mop reichen dabei völlig aus, weil sich auf diese Weise loser Schmutz (Staub und Sand) spielend beseitigen lässt.

Die stärkere Verschmutzung
Zu den stärkeren Verschmutzungen gehören Trittspuren oder haftender Schmutz. Diese können in aller Regel mit einem leicht angefeuchteten und gut ausgewrungenen Tuch durch Wischen beseitigt werden. Als zusätzliche Hilfe kann dem Wischwasser ein Reinigungsmittel auf Seifenbasis beigegeben werden, wobei Sie ein nasses Aufwischen des Bodens vermeiden sollten. Die Versiegelung kann nicht als Feuchtigkeitssperre wirken - auch dann nicht, wenn sie erst nach der Verlegung aufgetragen wurde. Durch das klimatisch bedingte Quellen und Schwinden der Holzfriese können feine Haarrisse entstehen, durch die stehendes Wasser eindringen kann.

Spezialpflegemittel- Die Pflege von lackveredelten Oberflächen
Auch lackveredelte Oberflächen sind normalerweise sehr pflegeleicht. Zur Reinigung genügen Staubsauger oder Mop. Bei einer stärkeren Verschmutzung kann die lackveredelte Oberfläche ohne Probleme mit speziellem Parkett-Reiniger gesäubert werden. Dabei brauchen Sie sich keine Sorgen  um den schönen Glanz Ihres Fussbodens zu machen. Die Oberfläche Ihres Bodens wird durch Verwendung spezieller Reinigungsmittel nicht angegriffen.

Die Pflege von naturgeölten Oberflächen
Um lange Freude an diesen Böden zu haben, ist es wichtig, die richtige Erstpflege zu beachten. Für die tägliche Reinigung genügt Staubsaugen oder Fegen. Darüber hinaus sollte jedoch am Anfang häufiger nebelfeucht mit Holzbodenseife gewischt werden, da diese nicht nur reinigt, sondern gleichzeitig einen Schutzfilm bildet. Achten Sie darauf, dass Sie dabei Ihren Holzboden nicht überschwemmen, denn bei zu viel Wasser wird auch das schönste Holz grau und stumpf. In Fällen besonders starker Beanspruchung wird eine zusätzliche Nachbehandlung mit Pflegeöl empfohlen. Diese Nachbehandlung sollte je nach Bedarf 1- bis 2-mal wiederholt werden. Mit der Zeit wird der Boden dann immer anspruchsloser, strapazierfähiger und vor allem noch schöner.

Fleckentfernung - Die rasche Fleckentfernung
Holzfussböden besitzen die wunderbare Eigenschaft gegenüber Flecken unempfindlich zu sein. Nicht einmal Kaffee, Säfte, Schokolade, Ketchup oder Kaugummi können diesem Boden etwas anhaben. Sie sollten solche Flecken jedoch sofort entfernen, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass hässliche Quellmarken entstehen können. Nach der Fleckentfernung sollte der Boden sofort mit einem sauberen, gut ausgewrungenen Tuch getrocknet werden.

Kleine Ratgeber
Oft sieht das Missgeschick am Boden schlimmer aus, als es im Endeffekt tatsächlich ist. Es gibt kleine Tricks, um diese schlimm aussehenden Flecken sofort wieder verschwinden zu lassen. Wenn Ihr Boden Flecken aufweist, die von Obst, Saft, Milch, Sahne, Limonade, Bier, Wein, Kaffee, Tee oder von Urin herrühren, benutzen Sie zur Reinigung lediglich Wasser mit Spülmittel. Schokolade-, Schuhcrème- und Absatzschleifflecken lassen sich mit Reinigungsbenzin entfernen. Dagegen sollten Sie bei Flecken aus Fett, Öl, Asphalt, Farbbänder, Druckfarbe, Tinte, Kugelschreiber und Lippenstift Spiritus anwenden. Und Blutflecken lassen sich letztendlich mit kaltem Wasser am besten beseitigen.

Abschleifen - So bekommt der Boden wieder Schliff
Sollte der Parkettboden nach jahrelanger Nutzung doch grössere Abnutzungserscheinungen zeigen, so kann er ohne viel Aufwand abgeschliffen und neu versiegelt werden. Diese Arbeit sollte in die Hand des Parkettlegers gegeben werden, da so der Erfolg garantiert werden kann. Die Technik des Abschleifens und Neuversiegelns kann Ihnen neuen Glanz für mehrere Jahre bieten.

Tipps & Tricks
Es gibt viele Gründe, die für einen Parkettboden sprechen. Trotz zahlreicher guter Argumente kann es manchmal zu kleineren Unsicherheiten kommen. Es entsteht z.B. immer wieder die Frage: "Was mache ich eigentlich, wenn ein Teil meines Parkettbodens kaputt ist? Muss man in diesem Fall den ganzen Boden entfernen?" Solche und ähnliche Fragen liessen sich unzählige stellen, weshalb wir Ihnen an dieser Stelle einen kleinen Ratgeber in Sachen Tipps und Tricks an die Hand geben.


Reparaturen

Sicherheit von Anfang an
Leider kann es im Alltag immer wieder vorkommen, dass ein Parkettboden versehentlich beschädigt wird. Deshalb raten wir Ihnen zur Beachtung einiger Schutzmassnahmen: Bringen Sie unter Ihren Stuhl- und Tischbeinen vorsorglich sogenannte Filzgleiter an, um ein eventuelles Zerkratzen der Versiegelung zu verhindern.

Alles halb so schlimm!

Trot aller Vorsichtsmassnahmen kann es gelegentlich vorkommen, dass nicht nur die Oberfläche eines Parkettbodens zerkratzt wird, sondern dass darüber hinaus eine oder mehrere Dielen beschädigt worden sind. Auch dies ist kein Malheur! Auf  keinen Fall müssen Sie nun den ganzen Bodenbelag austauschen lassen. Ihr Fachmann in Sachen Bodenverlegung ist durchaus in der Lage, die beschädigten Elemente problemlos auszuwechseln.


Verlegung in Neubauten

Regelmässiges Lüften in Neubauten

Neubauten weisen in der Regel auch nach einiger Zeit noch eine gewisse Restbaufeuchtigkeit auf. Sorgfältiges Lüften verhindert, dass der neu verlegte Holzfussboden diese Feuchtigkeit aufnimmt und dadurch Quellschäden entstehen.

 

 
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