-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Holzfeuerungen - 25.02.2018
 Haustechnik / Heizung / Holzfeuerungen       


WAERME AUS DEM WALD

Holz war während Jahrtausenden die wichtigste Energiequelle des Menschen, bis es im Zuge der Industrialisierung von den fossilen Energien immer mehr verdrängt wurde. Erst die aktuelle Diskussion über Klima- und Umweltprobleme haben der "Wärme aus dem Wald" zu einem neuen Aufschwung verholfen.

Verschiedene Systeme

Die Palette moderner Holzfeuerungen ist breit. Sie reicht vom geschlossenen Kaminofen bis zur automatischen Grossfeuerung mit Nahwärmenetz und Wärme-Kraft-Koppelung. Beim Entscheid für ein bestimmtes System steht der erforderliche Wärmeleistungsbedarf im Vordergrund. Daneben spielen Faktoren wie Platzverhältnisse, Komfortansprüche und Versorgungssituation eine wichtige Rolle. Zu überlegen ist auch die Form des Holzes. Dabei gibt es drei Möglichkeiten: Stückholz, Schnitzel oder Pellets.

Stückholz

Wer mit Stückholz heizen will, muss einen Lagerplatz schaffen, auf dem mindestens der 1,5-fache Jahresbedarf an Holz Platz findet. Für den Ersatz von 1000 Litern Heizöl benötigt man fünf Kumbikmeter Laubholz. Das Holz sollte zwei bis drei Jahre an einem gut durchlüfteten, vor Regen geschützten Platz gelagert werden. Das Trocknen erhöht den Heizwert erheblich.

Schnitzel

In grösseren automatischen Holzfeuerungen ist es möglich, auch waldfrische Schnitzel effizient und schadstoffarm zu verbrennen. In kleinen Anlagen kommen jedoch nur Schnitzel mit einem geringen Wassergehalt in Frage.

Pellets

Der grösste Trumpf dieses aus gepressten Sägespänen hergestellten Holzbrennstoffs ist seine grosse Dichte, dank welcher der Platzbedarf für das Brennstofflager nur etwa halb so gross ist wie bei Stückholz. Pellets für Zimmeröfen werden in Säcken geliefert. Bei Pellets-Zentralheizungen kommt der Brennstoff in loser Form und wird in einem Silo gelagert.

 

 
.