-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Gartenpflege - 14.08.2018
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4 JAHRESZEITEN

Der Garten im Januar


Falls nötig, Frostschutz erneuern, besonders bei Kahlfrost!

Edelrosen müssen angehäufelt werden.

Gefährlich für die Rinde junger Bäume ist die Wechselwirkung von Frost und Wintersonne. Ein Kalkmilchanstrich schützt vor Rissen.

Langsam wird es Zeit für die Vorbereitung zur Aussaat von Gemüse und Sommerblumen.

Angebrochenes Saatgut vom Vorjahr darauf prüfen, ob es noch keimfähig ist.

Bei frostfreiem Wetter bekommt das Obstgehölze den notwendigen Schnitt.

Immergrüne Kübelpflanzen auf dem Balkon brauchen auch im Winter Wasser. Bei mildem Winterwetter bekommt den Kübelpflanzen im Winterquartier das Lüften gut.

Alte Erde kann im Backofen gedämpft und sterilisiert werden (auch Komposterde für die Aussaat).

Jetzt ist die Zeit für die Gerätepflege (Ölen, Schärfen etc.).



Der Garten im Februar

Bei starkem Frost die Triebspitzen der Frühjahrsblüher abdecken.
Sobald der Boden aufgetaut ist, können Obst- und Ziergehölze sowie Stauden, Gräser und Kräuter gepflanzt werden.
Reifer Gartenkompost ist ein ideales Bodenverbesserungsmittel; volle Silos werden jetzt geleert.
Im Februar ist die beste Zeit für den Schnitt von Obst- und Ziergehölzen; jetzt sind keine Frostschäden mehr zu befürchten, und die Gehölze sind noch in der Saftruhe. Sobald die Schnittwunden "bluten", ist die Zeit zum Schneiden vorbei.
Kübelpflanzen, die ihre Erde durchwurzelt haben, jetzt umtopfen. Diejenigen, die schon zu treiben beginnen, giessen und bei Bedarf zurückschneiden.
Frühkartoffeln zum Vorkeimen in eine flache Kiste legen und an einen hellen Ort stellen.
Frühbeet für die erste Aussaat vorbereiten.
Tomaten, Paprika und Auberginen am Zimmerfenster aussäen.
Zimmerpflanzen ab und zu mit kalkfreiem Wasser besprühen.
Gelbtafeln gegen die weisse Fliege anbringen.
Bei Kakteen und Sukkulenten allmählich wieder mit dem Giessen beginnen.


Der Garten im März



Bei mildem Wetter kann der Frostschutz von Rosen, Stauden, Obstgehölzen und anderen Pflanzen entfernt werden; bei Kübelpflanzen ist Vorsicht geboten.

Die angehäufte Erde bei Beet- und Edelrosen einebnen und die Triebe zurückschneiden.

Rettiche, Radieschen, Pflück- und Kopfsalat, Kohlrabi, Blumenkohl und Lauch ins Frühbeet säen.

Zwiebeln anpflanzen.

Der Schnitt von Obst- und Ziergehölzen ist nur so lange zu empfehlen, wie sie in der Saftruhe sind. Bluten die Wunden, ist die Zeit vorbei. Auch Edelrosen sollte man vor dem Austrieb schneiden.

Überwinterte Kübelpflanzen zurück stutzen und heller stellen. Ist der Boden aufgetaut, kann man Stauden, Gräser und Gehölze pflanzen.

Vor der Aussaat und dem Auspflanzen muss der Boden tiefgründig gelockert und evtl. mit Kompost angereichert werden.

Zimmerpflanzen brauchen jetzt wieder reichlich Wasser und natürliche Nährstoffe.



Der Garten im April


Im April ist die beste Zeit zum Pflanzen von Stauden und Gehölzen - auch von frostempfindlichen.

Den Gartenteich säubern, die Uferzone durchforsten. Faulschlamm auf dem Teichboden sollte zumindest teilweise ausgeräumt werden. Im Frühjahr ist die Zeit dafür günstig. Mit einem Schlammsauger geht dies am einfachsten.

Die frühblühenden Stauden vertragen das Teilen nach dem Abblühen am besten. Gladiolen und Dahlien müssen im April jedes Jahr neu angepflanzt werden.

Jetzt ist die Pflanzzeit für Clematis. Achtung: Sie verträgt keine Staunässe!

Mischkulturen sind auch unter Glas zu empfehlen; z.B. Kopfsalat, Gurken vertragen sich mit Buschbohnen.

Robuste Kübelpflanzen wie Lorbeer, Hanfpalme und Oleander können bei mildem Wetter ins Freie. Direkte Sonne vertragen sie jedoch
noch schlecht. Falls nötig schattieren.

Rasen ausbessern, düngen und schneiden. Vertikutieren hilft, den alten Rasenfilz zu entfernen und fördert das Wachstum.

Im Gewächshaus bei schönem Wetter lüften, bei Trockenheit giessen.

Im Freiland jetzt Mangold, Rote Beete, Möhren, Sommerrettich, Kohlrabi, Brokkoli und Erbsen aussäen.

Zimmerpflanzen, die ihren Töpfen entwachsen sind, umtopfen. Verblühte Zimmerazaleen weiterhin giessen und mit Dünger versorgen.

Überwinterte Geranien ausputzen, giessen, langsam abhärten.



Der Garten im Mai


Auch jetzt ist noch Pflanzzeit für Gehölze, Stauden und Gräser. Containerpflanzen machen es möglich.

Der 15. Mai ist ein Stichtag im Gartenbau. Danach können auch frostempfindliche Gemüse, Kräuter und Blumenpflanzen, z. B. Dahlien, Gladiolen, Begonien, Indisches Blumenrohr und Montbretien ins Freie. Auch Balkonkästen können jetzt bepflanzt werden.

Was im Mai in einer Woche wächst, braucht im August einen ganzen Monat. Das macht sich auch bei Salaten, Rettichen und anderen Nutzpflanzen bemerkbar.

Die Aussaat des Vormonats auslichten.

Busch- und Stangenbohnen aussäen.

Der Rasen sollte jetzt wöchentlich geschnitten werden.

Langstielige Pflanzen lassen sich durch Entspitzen zu buschigem Wuchs anregen. Das gilt sowohl für Balkon- und Kübelpflanzen als auch für Rosen, Obst und andere Freilandpflanzen.

Unter Glas beginnt die Saison für wärmebedürftige Gemüse.

Tomaten, Paprika, Melonen und Gurken sind für das besondere Kleinklima bestimmt.

Kübelpflanzen an ihren endgültigen Platz stellen, wöchentlich düngen.

Rhododendren und Azaleen blühen üppiger, wenn man alle verwelkten Blüten vorsichtig entfernt. Dabei die Triebknospen nicht verletzen!



Der Garten im Juni


An heissen Tagen brauchen besonders die Balkon- und Kübelpflanzen reichliche Wassergaben. Ein Regenwasserspeicher ist jetzt besonders wertvoll.

Sommerblumen wöchentlich düngen oder direkt beim Pflanzen Langzeitdünger verwenden.

Bei Schädlingsbefall zunächst natürliche Mittel einsetzen (Seifenlauge, Brennesselbrühe etc.).

Der Rasen muss in Trockenzeiten nicht unbedingt beregnet werden. Er erholt sich selbst nach einer Hitzeperiode wieder.

Während der Kirschen- und Beerenobst-Ernte können störende Zweige ausgeschnitten werden.

Die beste Zeit für den Heckenschnitt ist etwa am Ende des Monats, dann haben die meisten Gehölze den Hauptwuchs hinter sich. Danach behalten sie ihre Form bei. Auf brütende Vögel achten!

Rosen entwickeln sich buschiger, wenn sie im Sommer pinziert (eingekürzt) werden; lange Triebe verzweigen sich nach dem Rückschnitt. Alles Verwelkte entfernen.

Sommergrüne Sträucher nach der Blüte schneiden.

Abgeblühte Polsterstauden, z. B. Blaukissen, Gänsekresse, Felsensteinkraut zurückschneiden.

Ab Mitte des Monats Herbstrettich und Winter-Endivien aussäen.

Mehrmalige Aussaaten von Buschbohnen bringen fortlaufende Ernte.

Bei Folgepflanzungen im Gemüsegarten ist auf eine günstige Sortenwahl zu achten. Nach Kohl-Arten darf z. B. nicht ein anderer Kreuzblütler folgen.

Nach der Blüte der Kartoffeln können schon vorzeitig einige Knollen geerntet werden. Die Haupterntezeit beginnt aber erst, wenn das Laub verwelkt ist.

Gute Erdbeersorten können durch Ableger vermehrt werden. Erdbeerbeete täglich abernten.

Vom Rhabarber darf nicht zu lange und zu viel geerntet werden, damit er nicht zu sehr geschwächt wird.

Unter Glas ist eine gute Durchlüftung und, falls nötig, die Schattierung wichtig.



Der Garten im Juli


An heissen Sommertagen brauchen vor allem  die Pflanzen in Kübeln und Kästen reichlich Wasser. Freilandgewächse stehen kurze Trockenperioden ohne Schaden durch. Bewässerungssysteme erleichtern die Wasserversorgung erheblich.

Mulchen mit Rasenschnitt hält den Boden feucht und schützt vor heftigem Regen sowie vor dem Austrocknen.

Nach der Gemüseernte nur passende Folgekulturen nachsäen oder nachpflanzen; stets mit Arten verschiedener Familien abwechseln.

Regelmässiges durchpflücken fördert den Ansatz neuer Blüten und Früchte.

Knollenfenchel, Eissalat und Radicchiio für die Herbsternte aussäen.

Geiztriebe bei Tomaten regelmässig entfernen. Gemüsebeete nie zu stark austrocknen lassen. Am besten morgens giessen.

Am Ende des Monats Rosen zum letzten Mal düngen, damit die Triebe bis zum Herbst gut ausreifen.

In Trockenperioden Stauden, Sommerblumen und Gehölz ausgiebig wässern, evtl. mulchen.



Der Garten im August


Auch in den Sommermonaten ist das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern möglich - allerdings nur als Containerpflanzen.

Nach der Blüte vertragen Stauden das Teilen sehr gut.

Ausgetrocknete Rasenflächen erholen sich bald nach dem nächsten ergiebigen Regen wieder.

Achten sie bei der Obsternte auf die Blütenknospen, die bereits für das nächste Jahr ausgebildet sind.

Im Fallobst stecken häufig Maden; es sollte deshalb rasch beseitigt werden.

Zimmerpflanzen bekommt eine warme Regenschauer gut.

Vögel fallen jetzt gerne über reifende Beeren her; dagegen helfen Schutznetze.

Freie Beete können noch mit Salat, Rettich, Kohlrabi u. a. Kurzzeitkulturen bepflanzt werden. Günstig wirken sich auch Gründüngersaaten auf den Boden aus.

Das Hacken der Beete fördert die Durchlüftung und hält die Bodenfeuchtigkeit; einfacher ist jedoch das Mulchen.

Die Wasserversorgung darf man jetzt zur Reifezeit besonders bei Tomaten u. a. Gemüsen auf Balkon und Terrasse nicht vernachlässigen.

Zweijährige Sommerblumen, die im Juni / Juli ausgesät wurden, muss man pikieren.

Madonnenlilien, Kaiserkronen, Steppenkerzen und Herbstzeitlose werden jetzt gepflanzt.

Abgeblühte Stauden zurückschneiden.

Frühsorten von Äpfeln und Birnen ernten.

Johannis- und Stachelbeersträucher nach der Ernte zurückschneiden.

Petersilie und Kerbel in Töpfe säen.

Kübelpflanzen am Ende des Monats zum letzten Mal düngen.



Der Garten im September


Für frostige Nächte rechtzeitig Vliese oder Folien vorbereiten. Auch im Gewächshaus gewähren sie Schutz vor strengem Frost.

Den Balkon- und Kübelpflanzen bekommt ein langer Aufenthalt an der frischen Luft gut; bei Nachtfrostgefahr ist jedoch Vorsicht geboten.

Es lohnt sich, die Früchte der Weinreben freizuschneiden, so dass sie möglichst viel Sonne bekommen.

Schneiden Sie Bäume, Sträucher und Hecken nicht zu spät, sonst werden sie vor dem Winter geschwächt! Im Übrigen bleiben hässliche Kahlstellen in immergrünen Hecken bis zum nächsten Frühjahr sichtbar. Der Pflanzenschnitt ist natürlich notwendig, um den Jungpflanzen das Anwachsen zu erleichtern.

Sobald das Laub welk wird, beginnt die Erntezeit für Meerrettich, Schwarzwurzeln u. a. mehrjährige Wurzelgemüse. Späte Gemüse wie etwa Kohl, Kürbisse oder Sellerie vertragen geringen Frost. Sie können bis zur Ernte auf den Beeten bleiben.

Ende August, Anfang September ist noch Saat- bzw. Pflanzzeit für Endivien- und Feldsalat - auch unter Glas! Auf jeden Fall sollten Sie späte Sorten wählen.



Der Garten im Oktober


Noch ist eine günstige Pflanzzeit für Bäume, Sträucher, Stauden, Gräser und Zwiebelbäume.

Vor den ersten strengen Frösten muss der Garten eingewintert werden. Bereiten Sie rechtzeitig Fichtenzweige, Strohmatten, Vliese u. a. Schutzmaterialien vor.

Schwerer Boden wird während des Winters locker, wenn er nach dem Umgraben durchfrieren kann (Frostgare).

Von Sommerblumen kann man Samen für das nächste Jahr ernten. Frostspanner lassen sich mit Leimringen fangen, die man an die Obststämme anlegt.

Laubhaufen im Garten bieten Igeln und anderen Tieren Winterschutz.



Der Garten im November


Frostempfindliche Pflanzen werden spätestens jetzt eingeräumt (Kübelpflanzen), locker eingepackt (z. B. Hochstammrosen) oder zugedeckt (empfindliche Kräuter, Rosen etc.).

Noch ist Pflanzzeit für Gehölze. Empfindliche Arten wie etwa Kiwis sollte man besser erst im Frühjahr anpflanzen.

Immergrüne in Töpfen brauchen auch im Winterhalbjahr Wasser - vor allem, wenn sie im Regenschatten stehen!

Gehölze mit losen Wurzeln brauchen einen Pflanzenschnitt, dann wachsen sie leichter an (Triebe etwa um die Hälfte einkürzen); Ballenpflanzen benötigen keinen Pflanzenschnitt.

Bei Frost und Wind fällt das meiste Laub zu Boden; es lohnt sich erst dann zu fegen.

Die Vögel finden auch jetzt genügend Nahrung: noch nicht füttern.



Der Garten im Dezember


Falls noch nicht geschehen, bekommen empfindliche Gartenpflanzen einen Frostschutz.

Noch ist Zeit zum Umgraben von Rasenstücken, wenn der Gemüsegarten erweitert werden soll. Das Gras verrottet dann bis zum Frühjahr.

Bei frostfreiem und trockenem Wetter beginnt etwa Ende des Monats die Zeit zum Bäume und Sträucher schneiden.

Blütenzweige z. B. von Forsythien, die am Monatsanfang geschnitten und in eine Vase gestellt werden, blühen etwa an den Weihnachtstagen auf.

Eine Eisdecke auf dem Teich schadet nicht; allerdings sollte sie nicht betreten werden, denn das stört die Fische.

Vergessen Sie nicht, sämtliche frostempfindliche Wassergefässe und Leitungen zu leeren, denn gefrierendes Wasser dehnt sich mit enormer Kraft aus.

Der Frost macht den Grünkohl zart; jetzt ist Saison für dieses Wintergemüse. Aus dem Glashaus kommt auch im Winter frischer Feldsalat. Unter Laub- und Reisighaufen ruhen Igel und andere Winterschläfer; bitte nicht stören!

Marmorfensterbänke sind kalt und für Zimmerpflanzen ungünstig; falls nötig, z. B. Styroporplatten unterlegen.

 

 
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