-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Dachflächenfenster - 15.08.2018
 Ausbau / Fenster / Dachflächenfenster       


VARIATIONEN MIT RAUM UND LICHT

Dachflächenfenster
Mit Dachwohnfenstern lassen sich anspruchsvolle Dachlandschaften und individuelle Innenräume verwirklichen. Die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der Fenster bieten Planern und Architekten einen nahezu unbegrenzten kreativen Freiraum in der Gestaltung von Dacharchitektur.

Anordnung von Dachflächenfenster
Dachflächenfenster und - was für das äussere Erscheinungsbild des Dachs besonders wichtig ist - auch Solarkollektoren können sich durch ihr flexibles System jeder Entwurfsidee eines Architekten anpassen. Das heutige  Dachflächenfenster lässt sich als Modul innerhalb eines Bausystems verstehen. Unabhängig von Material, Ausführung und Farbgebung können verschiedene Varianten geplant werden. So kann ein einzelnes Dachflächenfenster ebenso reizvoll mit dem Gesamtgebäude harmonieren wie grosse zusammenhängende Verglasungsmöglichkeiten. Öffnungen einzelner Dachflächenfenster, die innerhalb einer raumumschliessenden Fläche liegen, verwischen weder die Raumgrenzen noch schwächen sie den Eindruck des umschliessenden Dachs. Die Form des Raums bleibt intakt und klar verständlich. Sitzt die Öffnung  in der Mitte der Dachfläche, erscheint sie stabil und als optisch organisierendes Element für die umgebende Fläche. Wandert die Öffnung zum Rand der Fläche, so entsteht eine optische Spannung zwischen Öffnung und Rand. Gleichen die Umrisse der Öffnungen denen der umgebenden Dachfläche, entsteht ein stark gliederndes Muster.

Dachflächenfenster neben- und übereinander
Soll der Raum grosszügiger wirken und das Dach verbreitert erscheinen, empfiehlt es sich, die Dachflächenfenster nebeneinander anzuordnen. Dadurch verbessert sich die Belichtung der Räume, vor allem aber bietet sich dem Betrachter im Innenraum ein grosszügiger Ausblick. Ist die horizontale Öffnung schmal, wird die Integrität der Wandfläche verletzt. Wächst die Breite jedoch weiter, so dass die verbleibenden Wandflächen in ihrer optischen Wirkung zurücktreten, entsteht der Eindruck eines eingerahmten Elements. Laufen horizontale Öffnungen um Ecken herum, verstärkt sich der Eindruck waagerechter Schichtung des Raums. Der Ausblick weitet sich zum Panorama. Läuft die Öffnung rund um den Raum, wirkt das Dach optisch von den Wänden getrennt, erscheint isoliert und leicht. Sollen der Raum und das Dach optisch gestreckt werden, setzt man übereinander angeordnete Dachflächenfenster ein. Vertikale, vom Boden bis zum First reichende Öffnungen trennen und untergliedern optisch die Kanten und Grate der angrenzenden Dachflächen. Liegt die vertikale Öffnung in der Ecke eines Raumes, schwächt sie deren Klarheit ab, ermöglicht aber eine optische Ausdehnung über die Ecke hinaus in den benachbarten Raum. Führt die Öffnung um die Ecke herum, so verwischt die Ecke weiter, die Verbindungen zum benachbarten Raum werden stärker, und die Selbstständigkeit der anderen raumumschliessenden Flächen nimmt zu.

 

 
.