-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Holzbau - 25.02.2018
 Planung / Bauweise / Holzbau       


HOLZHÄUSER

Holz, ein gewachsenes und wieder erneuerbares Naturprodukt. Der Holzbau ist unverändert die klassische Methode, Fertighäuser zu bauen. Kurze Bauzeit, modernste Technologien, gute Qualität und energiesparende Bauweise, sowie überwiegend natürliche Materialien zeichnen den Holzbau aus.
 
Hier die wichtigsten Punkte:

- schneller Aufbau (Aufrichte)
- sehr gute Energiewerte (k-Wert)
- trockene Bauweise
- flexible Raumgestaltung
- kurze Bauzeit
- Preis-Leistungs-Verhältnis

Er kann  in nachfolgende Guppen unterteilt werden:

Massivholzbau
Blockbauweise aus einzelnen Bohlen (Blockhaus). Die Blockbauweise ist eine der ältesten Methoden des Holzbaus. Hölzer werden waagrecht aufeinander gelegt und die Fugen in verschiedener Art dicht ausgebildet. Es wird sowohl Kantholz wie zylindrisch bearbeitetes Rundholz verwendet. Setzungen durch Belastungen und eventuelle Holzschwindungen müssen bei Einbauten berücksichtigt werden. Die Blockbauweise hat gute Wärmedämmwerte und ergibt ein gesundes Raumklima. Auch das Wärmespeichervermögen ist ausreichend - abhängig von der Wandstärke - und die Aufheizzeiten sind kurz.

Skelletholzbau
Klassischer und moderner Fachwerkbau. Die Fachwerkbauweise ist eine altbekannte Skelettbauart, bestehend aus Stielen, Riegeln und Streben. Die Skelettzwischenräume werden ausgefacht, z.B. mit Ziegeln ausgemauert, entweder verputzt, oder als Sichtmauerwerk belassen. Die Grundrissgestaltung ist sehr flexibel. Diese Bauweise wird seit langem, vor allem für mehrgeschossige Wohnhausbauten, angewendet.

Holzelementbau (Rippenholzbau)
Beim Holzelementbau können zwei Ausführungsarten unterschieden werden, der Holzrahmenbau (Ständerbau) und der Holztafelbau.


Holzrahmenbau

Der Holzrahmenbau ist eine weitverbreitete Leichtbauweise. In der Schweiz hat er sich zu einem gängigen Hausbausystem entwickelt, da er umweltfreundlich ist und als mehrschichtige Bauweise eine ausgezeichnete Energiebilanz aufweist und damit sind auch die Standards von Minergie- bis Passivhaus, durch Verstärkung der Dämmungen, leicht zu erreichen.
Grundelement aller Bauteile ist ein Holzrahmen. Der Hohlraum wird mit Zellulose- oder Holzfaserdämmstoff gefüllt.  Durch die gewählten Materialien und deren Anordnung kann auf eine Dampfdiffusionsbremse zwischen Dämmung und innerer Beplankung verzichtet werden,damit ist eine atmungsaktive (dampfdiffusionsoffene) Gebäudehülle garantiert. Dies führt zu einem optimalen Feuchtigkeitshaushalt und damit zu einem gesunden und angenehmen Raumklima.


Holztafelbau

Beim Tafelbau übernehmen die vorgefertigten Wand- und Deckenelemente tragende Funktion. Die Elemente können analog zur Holzrahmenbauweise aufgebaut sein, oder in geleimter, genagelter, oder gedübelter Brettstapelbauweise hergestellt werden. Die Wand- und Deckenelemente werden im Werk vorproduziert. Die Aussenwände werden im Großformat geliefert und sind schon mit eingelassenen Fenster- und Türrahmen sowie einer äusseren Holzverschalung versehen. Durch das Grossformat entstehen kaum Fugen und somit keine Kältebrücken. Die Dämmwerte können bei entsprechendem Schichtaufbau ein Mehrfaches des analogen Mindestwertes von konventionellem Mauerwerk betragen. Tafelbau bedeutet Holzfertigteilbau, unabhängig davon, ob es sich um individuell geplante Bauten, oder um standardisierte, in größerer Stückzahl erzeugte Modelle handelt. Die Montagezeiten auf der Baustelle sind beim Tafelbau extrem kurz.


Werkstoff Holz

Holz ist einer der wenigen regenerierbaren Werkstoffe. Holz wirkt positiv auf unser Klima. Es nimmt CO2 aus der Luft auf und reduziert den Treibhauseffekt.
Auf der Baustelle zeigt sich Holz so umweltfreundlich in der Verarbeitung, wie kein anderer Baustoff. In Sachen Brandschutz steht das Holzhaus einem Steinhaus um nichts nach. 

 

 
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