-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Schliessanlagen - 24.05.2018
 Ausbau / Türen / Schliessanlagen       


Schlüssel & Schloss

Einbrecher halten sich im Durchschnitt fünf Minuten an einer Wohnungs- oder Haustür auf. Danach fürchten sie, dass zufällig jemand dazukommt oder ihr Lärm die Nachbarn aufschreckt. 

Der Sicherheitsfaktor einer Eingangstür hängt im Wesentlichen vom verwendeten Material für Türblatt und Rahmen (Zarge), der Rahmenbefestigung, den Bändern (Scharnieren) und den Beschlägen ab, welche stabil und ausreisssicher an Türblatt und Zarge befestigt sein müssen. Noch wichtiger ist der Schliesszylinder!


Schliesszylinder

Neben der Beschaffenheit der Tür ist die Güte des Schliesszylinders ausschlaggebend. Der Zylinder steckt im Schloß und hat sogenannte Zuhaltestifte, die die unterschiedlich langen Gegenstücke zum Schlüssel halten. Noch sicherer sind Zylinder mit einem Schutz gegen Aufbohren und Herausziehen. Bei den Schlüsseln werden verschiedene mechanische, mechanisch-elektrische und elektronische Schliesssysteme angeboten. Nur eine registrierte Schliessanlage bietet Gewähr, dass nur gegen Unterschrift des Berechtigten im Herstellerwerk ein Nachschlüssel angefertigt werden kann.

Einige wesentliche technische Merkmale müssen Sie beim Kauf einer Schließanlage berücksichtigen:

Anzahl der Stiftzuhaltungen
Mindestens 5 zweiteilige Stiftzuhaltungen sollten Schließzylinder je Schließseite aufweisen. Besser sind natürlich Schließzylinder mit 6 oder mit 10 Stiftzuhaltungen. Die Anzahl der Stiftzuhaltungen und die Schlüsseltechnologie beeinflussen wesentlich die Sicherheit und die Variationsbreite von Schließanlagen.
Darüber hinaus gibt es spezielle Schließsysteme, welche die gleichen Voraussetzungen eines 10-stiftigen Systems durch eine andere Technologie einbringen.

Schlüsselschutz
Hier gilt das Prinzip, je komplizierter die Schlüsseltechnologie, um so höher ist der Schlüsselschutz.

Bohrschutz
Auch hier gilt das Prinzip, je aufwendiger der im Schließzylinder eingebaute Bohrschutz ist, um so höher ist die Sicherheit.


Zusätzliche Sicherheit

Dazu gehören im Rahmen integrierte, aushebelsichere Türbänder, Mehrscheiben-Isolierverbundgläser (oder Panzerglas), der Türspion (180 Grad Sichtweite) und der Sperrbügel oder auch die Kette zur Spaltsicherung. Fallen-Sperren (gegen die "Scheckkarten-Methode"), und Schwenkriegel sollten die Sicherheitsvorkehrungen einer guten Eingangstür vervollständigen.

Mehrpunkte-Verriegelung
Einbruchhemmende Mehrpunktverriegelungen erhöhen die Sicherheit einer Türe ganz wesentlich. Mehrpunktverschlüsse lassen sich auch nachträglich einbauen.
 
Sicherheitsschliessblech
Das beste Türschloss in der massivsten Türe nützt wenig,wenn sein Gegenstück - das Schliessblech - schon einem Schulterdruck oder Fusstritt nachgibt.
Montieren Sie daher ein Sicherheitsschliessblech, welches massiv verankert werden kann.

Sicherheitslangschilder
Sicherheitslangschilder und Rosetten schützen vorstehende Schliesszylinder gegen das Abwürgen. Solche Beschläge müssen immer von innen verschraubt sein.

 

 
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